Je suis charlie

(10.01.2015)

Wir sind tief bestürzt und wütend über das islamisch motivierte Massaker an der Redaktion von Charlie Hebdo.
In unserem Umfeld gibt es viele Menschen die genauso denken und ähnlich arbeiten, wie die Pariser Satiriker.
Für uns fühlt es sich an, als hätten die Islamisten unsere Freunde erschossen.

Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung sind permanent gefährdete Rechte. Wir hoffen zutiefst, dass Karikaturisten, Satiriker und Journalisten unter dem Eindruck dieser Gewalt nicht in vorrauseilendem Gehorsam einknicken, sondern weiterhin den Mut aufbringen das anzuprangern, was anzuprangern ist.
Es darf keine Zensur geben.

Genauso besorgt, wie über verstummende Journalisten sind wir allerdings auch über den immer lauter werdenden Stammtisch. Für Hogesa, Pegida, Pax Europa ect. ... sind die Ereignisse in Frankreich die ideale Folie um kräftig Stimmung für ihre populistischen Parolen zu machen.

Es ist kaum mehr möglich Sachlichkeit in die aufgeheizte Debatte zu bringen. So wird Marine Le Pen mit dem Vorschlag zitiert eine Volksabstimmung über die Wiedereinführung der Todesstrafe durchzuführen. Das ist genau die falsche Antwort auf Paris. Denn wir können weder Fundamentalisten aus dem Osten noch Fundamentalisten aus dem Westen hinnehmen, die gegen Menschen in den Krieg ziehen.

Jetzt wäre der Moment, in dem humanistische Gläubige sich an die Seite der ungläubigen Humanisten stellen und wir gemeinsam für das universelle Recht der Meinungsfreiheit eintreten. Es ist höchste Zeit, das zu betonen was uns als Menschen zusammenhält, und nicht das was uns trennt.